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Die Kelten

Die sogenannten Kelten kamen ca. 7.000 v.Chr aus dem heutigen Kaukasus und verbreiteten sich westlich bis in die heutigen Länder von Frankreich, Spanien, Deutschland und Italien. Auch überwanden sie den Ärmelkanal und "besiedelten" die britischen Inseln und Irland.

Die Kelten waren keine einheitliche Volksgruppe, sie wird heute nur so als Oberbegriff geführt. Zu damaliger Zeit war ihr Volk in Sippengruppen, den Tuatha's aufgeteilt, welche man als Königshäuser bezeichnen könnte. Hierbei spielte es keine Rolle ob das Oberhaupt Männlich oder Weiblich war. Es gab viele Kriegerinnen unter den sog. Kelten. Diese Volksgruppe war somit schon damals emanzipiert, gleichgestellt.

Unter dem König (männlich oder weiblich je nach Sippe) kamen die Adeligen, die Flaitha's und als deren Untergruppe die Freien. Eine Sonderfunktion in dieser Rangordnung übernahmen die Druiden (Heiler) und die Barden. Hierbei waren die Barden die Bewahrer der alten Überlieferungen, da die Kelten alles mündlich überlieferten, und fast keine Schriftzüge hinterließen. Mit der Verbreitung des Christentums wurden die Kelten mehr und mehr verdrängt und die Überlieferungen gingen fast alle verloren. Erst um ca. 700 n Chr wurden von den Mönchen die "heidnischen" Schriften aufgezeichnet, wobei aber viele Erzählungen umgedichtet, verändert wurden.

Laut einigen "heidnischen" Aufzeichnungen soll die Entstehung der Erde so ausgesehen haben, dass sie wüst und leer war, mit Feuer bedeckt, und erst durch herabfallenden Regen abkühlte. Hier soll der Ur-Baum (des Lebens) gewachsen sein, an dem zwei große Eicheln wuchsen.
Aus der ersten Eichel entsprang ein Gott, der Dagda, der männliche "gute Gott".
Aus der zweiten Eichel entsprang eine Göttin, Brigid, die Erhabene.

Zusammen ließen sie sich an einem Fluß nieder, der seinen Ursprung im Danu hatte, so dass sie den Fluß den Namen Danuvius gaben. Bis heute trägt er den Namen Donau......
Die beiden Gottheiten erbauten vier große Städte:
Falias, Gorias, Finias und Murais.  Ihre Nachkommen wohnten hier und widmeten sich der Kunst und Heilkunde.....

Als die Kelten Richtung Westen zogen fanden sie bereits errichtete risiege Steinbauten vor. Diese Steinringe waren die Übergänge in die andere Welt/-en, wo die Tuatha Dé Danann (Zauberwesen) lebten und auch durch diese Steinkreise in die Welt der Kelten eindringen konnten. Diese Portale waren zu verschiedenen (Jahres-/Himmels-) Zeiten in beide Richtungen geöffnet....

 

Tuatha Dé Danann und die Anderswelt

Über die Tuatha Dé Danann ( Stamm der Göttin Danu ) ist nur wenig von den direkten Überlieferungen bekannt. Leider wurde vieles von den damaligen Schriftstellern in die Kirchen-Dogma eingebunden bzw. umgeschrieben.
 
Danu auch Dana und Anu/Ana mit einem davor gesetzten "D" stellt hierbei die Ur-Götting, die Muttergöttin dar, aus denen die Nachkommen, der Stamm, der Götter entstand.

Sie leben hinter den Portalen in die Anderswelt, die viele Namen trägt.
Bekannt sind u.a. der Ort Annwan, die Insel der Äpfel, woraus in späterer Zeit Avalon entstand.

Übernahme der Bauten

Bei der Besiedelung durch die Kelten kam es auch zu einer Übernahme der Steinbauten der Vorbevölkerung. So bestatteten die Kelten im Laufe der Zeit ihre Verstorbenen in Tumili, in Grabhügel.

Diese Grabhügel sind auf allen Kontinenten zu finden, weichen jedoch in Form und Größe je nach Besiedlungsraum stark von einander ab.

Hunsrück-Eifel-Kultur und Waldalgesheimer-Kultur

In unserem Gebiet des Rheinlandes sind diese Bauten unspektakulärer und werden (glücklicherweise) von den Wanderern unbeachtet gelassen. In der Regel sind es Erdhügel, die im Waldgebiet erhalten geblieben sind, und nur durch eine kleine Erhöhung zu erkennen ist.

Die Region hat hierbei die sog. Hunsrück-Eifel-Kultur als auch die Waldalgesheimer-Kultur durchlebt. Wie diese Kulturen jedoch ineinander Verzahnt sind, liegt immer noch im Dunkel der Zeit, da zu wenig Bruchstücke / Zeitzeugnisse gefunden wurden.

Auch sind viele der heute noch sichtbaren Wald-Hügelgräber in der Vergangenheit schon ausgeplündert worden, so dass nur wenige Hügel bei archaeologischen Ausgrabungen Fundstücke liefern und die Gräber über ihre Entstehung Aufschluss geben konnten.  Dort wo heute Felder bewirtschaftet werden, standen an einigen Stellen ebenfalls Grabhügel, welche aber für die Bewirtschaftung abgetragen wurden. Solche Plätze sind nur noch durch Luftbilder zu erkennen. Auch sie bieten hin und wieder Einblicke in die Vergangenheit...

Einen kleinen Einblick in die Geschichte des Rheinlandes bietet die Dauerausstellung im Landesmuseum Bonn. Hier werden die geschichtlichen Funde und deren Zurechnung den Besuchern ausführlich dargestellt.